SYMPTOME VON LIPÖDEM?

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  • Erste Symptome sind über den Tagesverlauf zunehmende Wassereinlagerungen und Spannungsschmerzen, die oftmals von Blutergüssen (Hämatomen) und Druckschmerzen an den betroffenen Stellen begleitet werden.
  • Typisch ist auch, dass Hände und Füße schlank sind (negatives Stemmer Zeichen), im Gegensatz zum Lymphödem (positives Stemmer Zeichen). Dies kann man selbst einfach testen, indem man versucht eine Falte zu bilden mit den Fingern an dem 2.Zeh. Wenn es nicht möglich ist, liegt wahrscheinlich kein Lipödem, sondern ein Lymphödem oder eine Mischform vor
  • Weiter kennzeichnend für ein Lipödem ist die Gefäßfragilität, die sich durch ein leichtes Auftreten von Hämatomen bei inadäquatem Druck oder Berührung der Extremitäten ergeben. Des Weiteren klagen die Patientinnen meist über Ruheschmerzen in den Beinen, vor allem nach längerer Belastung. Die ästhetische Beeinträchtigung aufgrund der Cellulite („Matratzenphänomen“) führt häufig zu depressiven Erkrankungen aufgrund der teils massiven Einschränkung im Alltag und durch eine fehlende Kenntnis dieser Erkrankung in der Gesellschaft.

URSACHEN VON LIPÖDEM?

  • Die Ursache des Lipödems ist bisher unbekannt. Eine genetische Komponente wird angenommen aufgrund von positiven Familienanamnesen und vielen betroffenen Familienmitgliedern. Eine hormonelle Komponente wird ebenfalls vermutet aufgrund der fast ausschließlich weiblichen Patientinnen und einem Ausbruch der Krankheit bzw. Fortschreiten in den Phasen des hormonellen Umschwungs (Pubertät, Schwangerschaft, Pille, Menopause). Charakteristisch ist, dass sich die erkrankten Fettzellen nicht durch Sport oder Ernährungsmaßnahmen beeinflussen lassen.
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AUSPRÄGUNGSSTADIEN VON LIPÖDEM?

  • Die Einteilung erfolgt unter anderem nach Morphologie in unterschiedliche Stadien. Stadium 1 ist gekennzeichnet durch glatte Hautober-fläche mit gleichmäßig verdickter, homogen imponierender Subkutis. In Stadium 2 zeigt sich eine unebene, überwiegend wellenartige Hautoberfläche, knotenartige Strukturen im verdickten Subkutanbereich und in Stadium 3 zeigt sich eine ausgeprägte Umfangsvermehrung mit überhängenden Gewebeanteilen (Wammenbildung) an Armen und Beinen.
  • Des Weiteren unterscheidet man (nach Herpertz) in 6 verschiedene Typen: Oberschenkel-Typ, Unterschenkeltyp, Ganzbeintyp, Oberarmtyp, Unterarmtyp oder Ganzarmtyp. Das Lipödem kann sich auf den gesamten Körper ausbreiten und an jeder der Extremitäten manifestieren. Die wichtigste Differenzialdiagnose ist dabei die Adipositas, weshalb der BMI ein wichtiges Kriterium spielt bei der Diagnostik. Selbstverständlich treten auch im späteren Verlauf Mischformen von Lipödem, Lymphödem und Adipositas auf.
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  • Eine fehlende Transportfähigkeit der Lymphgefäße führt sekundär zu einem Stau an lipid- und proteinreichen Substanzen rund um die Fettzellen. Da der Abtransport nicht gewährleistet ist kommt es zu einer vermehrten Ansammlung ebenfalls in den Fettzellen.

Sekundär entwickeln sich in höheren Stadien ein chronisches Lymphödem und eine Verhärtung der Fettzellen. Wenn das Lipödem nicht behandelt wird, tritt der Zustand des therapieresistenten chronischen Lipolymphödems nach ca 15-20 Jahren ein. Die charakteristische Fettverteilungsstörung zeigt sich vor allem an den Extremitäten. Typisch ist auch, dass Hände und Füße schlank sind (negatives Stemmer Zeichen), im Gegensatz zum Lymphödem (positives Stemmer Zeichen). Dies kann man selbst einfach testen, indem man versucht eine Falte zu bilden mit den Fingern an dem 2.Zeh. Wenn es nicht möglich ist, liegt wahrscheinlich kein Lipödem, sondern ein Lymphödem oder eine Mischform vor

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UNTERSCHEIDUNG VON LIPÖDEM ZU ADIPOSITAS?

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UNTERSCHEIDUNG VON LIPÖDEM ZU ADIPOSITAS?

  • Das wohl wichtigste Unterscheidungskriterium zur Adipositas ist die Schmerzhaftigkeit dieser Krankheit. Es ist nicht einfach nur ein ästhetisches Problem unter dem die Betroffenen leiden, sondern bereitet vor allem mit sommerlichen Temperaturen und im Tagesverlauf zunehmend Schmerzen und Spannungsgefühle.

UNTERSCHEIDUNG VON LIPÖDEM ZU LYMPHÖDEM?

  • Das Lipödem unterscheidet sich vom Lymphödem in klassischer Art und Weise durch eine Symmetrie der Fettverteilung und der Schwellung. Das Lipödem stellt im Gegensatz zum Lymphödem kein klasssiches Ödem dar (Stemmer Zeichen negativ) sondern entsteht durch eine inflammatorische Reaktion und einem daher kommenden inflammatorischen -Ödem im interstitiellen Gewebe. Beim Lipödem bestehen ausgeprägte Druckschmerzen und die Hände und Füße sind klassischerweise ausgespart von der Schwellung. Ein weiteres Kriterium für das Lipödem besteht in der Neigung zu blauen Flecken (Hämatome) durch inadäquates Trauma bzw schon bei festem Druck. Oftmals können sich dich Betroffenen gar nicht daran erinnern wann sie sich gestoßen haben. Cellulite ist ein weit verbreitetes Problem der Haut bei der Mehrheit der weiblichen Bevölkerung, aber beim Lipödem kommt es auch zu Cellulite Bildung an den Unterschenkeln, Unterarmen und am Bauch. Das sogenannte „Matratzenphänomen“ ist stark ausgeprägt beim Lipödem.